Beziehungen als Energiespender

Beziehungen als Energiespender

Menschen können anstrengend sein. Menschen können nerven. Und Schlimmeres. Menschen können mobben und oft genug haben Menschen auch richtig Böses im Sinn.
Aber Menschen können auch motivieren. Sie schenken einander Liebe. Sie sind nicht nur Energieräuber, sondern auch Energiespender, die uns viel Kraft verleihen. Sie sind es selbst und zeigen auch uns Tag für Tag neu, was wir sind: lebendige Wesen!

 

Der Mensch ist ein Beziehungswesen – und ein großartiger Energiespender

Kein Zweifel. Menschen sind in unterschiedlicher Weise aufeinander angewiesen. „Der Mensch wird am Du zum ich“ wie es Martin Buber ausdrückte, der Mensch ist ein Beziehungswesen. Lebt er beziehungslos, wird er krank an seiner Seele und auch sein Körper ist für viele Krankheiten deutlich anfälliger, als wenn er ein kontaktreiches Leben lebt, wie viele Untersuchungen beweisen. Auch in meinen Veranstaltungen bestätigen es die Teilnehmer immer wieder: andere Menschen sind es in erster Linie, die die Kraft und Energie verleihen, um all das zu tun, was sie tun, bei denen sie auftanken können und für die sie sich mit Herz und Leidenschaft engagieren.

 

Die Strasse der Einsamkeit

Aus all diesen Gründen (und noch einigen mehr) muss es uns sehr nachdenklich stimmen, was ein immer noch zunehmender Trend unserer Zeit ist: der Trend zur Vereinzelung. Viele Menschen sind im wirtschaftlichen Sinne nicht mehr so existentiell aufeinander angewiesen, wie das in früheren Epochen der Fall war. Schnell kann dann die eine oder andere schlechte Erfahrung dazu führen, dass Menschen sich stark zurückziehen und soziale Kontakte nur noch auf das allernotwendigste beschränken. Menschen vereinsamen. Und zwar nicht erst am Ende des Lebens, wenn die Kräfte nachlassen und die Altersgenossen langsam aber sicher weniger werden. Immer häufiger begeben sich Menschen mitten im Leben oder gar schon in jungen Jahren auf die Straße der Einsamkeit: mit fatalen Folgen. Unter anderem ist auch das Burnoutrisiko für die Betroffenen stark erhöht.

 

Gegensteuer geben

Vor kurzem hat ein Leser meines E-Books „Burnout – kein Schicksal der Besten!“ mich in einer E-Mail gefragt: „Was muss ich tun, um der ‚Depersonalisationsfalle‘ zu entkommen? Er hat durch die Lektüre festgestellt, dass er tatsächlich auf dem Weg ist, sich immer stärker von anderen Menschen zurückzuziehen.
Wie bei allem anderen fängt es bei unseren Einstellungen an. Wenn ich in einem grundsätzlichen Sinne denke, dass andere menschen mir nicht gut tun, dass sie vor allem anstrengend sind und mich mehr Energie kosten, als dass sie mich bereichern… ja, dann werde ich die Straße der Einsamkeit weiter gehen, auch dann, wenn ich weiß, dass mir dies auf lange Sicht nicht gut tun wird.

 

Zwei Tipps

Hier nun zwei Tipps. Der erste betrifft ausschließlich Ihr Denken, Ihre Einstellung zu Menschen. Da hat es sich schon für viele Menschen als hilfreich erwiesen, wenn sie sich mal bewusst gemacht haben, wie viele Menschen es in ihrem Leben schon gegeben hat, die ihnen Gutes getan haben und ihnen in bestimmten Situation geholfen haben. Das kann von der Mutter oder der Oma, bei der sie als Kind immer Trost gefunden haben, über den Studenten, der Ihnen bei einer wichtigen Hausarbeit geholfen hat bis zu jenem Kollegin gehen, die ihnen mal bei einem PC-Problem geholfen hat gehen. Bestimmt fallen ihnen auch ihnen eine große Zahl ein. Schreiben Sie ihre Namen und den Grund, wofür Sie ihnen dankbar sind auf ihre ganz persönliche Dankesliste auf. Ziehen Sie diese Liste dann immer mal wieder hervor und lesen Sie sie durch. Das ist vor allem dann hilfreich, wenn Sie wieder mal das Gefühl haben, dass sich die ganze Welt gegen Sie verschworen hat.
Der zweite Tipp ist ebenfalls ganz simpel. Und der lautet, dass Sie sich für Ihre Lieblingsbeschäftigung Gleichgesinnte suchen und regelmäßig diese Beschäftigung mit anderen zusammen betreiben. Damit verschaffen Sie sich auf eine natürliche und in der Regel doch sehr entspannte Weise positive Erfahrungen mit anderen Menschen. Auch dies ist zweitens ein äußerst bedeutsamer Mosaikstein für ein wirkungsvolles Stressmanagement bzw. eine nachhaltig effektive Burnoutprävention. Und erstens sind Menschen auch „einfach so“ eine wunderbare Bereicherung für uns alle.

Diese Erfahrung wünsche ich auch Ihnen,
Ihr Markus Frey

stressfrey(at)gmail.com

 

PS Diesen Artikel können Sie sich auch als Mini-Vortrag auf Youtube ansehen- bzw. anhören: http://youtu.be/VwTx0DD3Jc0

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