Wenn Sie etwas für sich tun wollen… tun Sie etwas für andere!

Wenn Sie etwas für sich tun wollen… tun Sie etwas für andere!

Umfragen unter Betroffenen des Burnout-Syndroms bringen es immer wieder an den Tag: die meisten empfinden besonders stark, dass sie an kaum einer Stelle ihres Lebens noch eine Sinnhaftigkeit entdecken können, in ihrer Arbeit schon gar nicht. Da stellt sich natürlich im Anschluss die Frage, wie solch ein Sinn wieder entdeckt werden kann.

 

Verbindung des Arbeitserfolgs mit der Unterstützung für einen guten Zweck für jeden Einzelnen…

Da gibt es natürlich viele Möglichkeiten. Eine davon ist, die Verbindung des finanziellen Arbeitserfolgs mit einem guten, möglichst konkreten, Zweck. Sie bestimmen also einen bestimmten Prozentsatz ihres Einkommens, den Sie einem guten Zweck zukommen lassen wollen und schaffen so eine unmittelbare Verbindung zwischen ihrer Arbeit und diesem Zweck.

 

…und auch für Unternehmen

Natürlich können Sie dasselbe auch als Unternehmer tun. Wenn Sie sich mit einem bestimmten Betrag oder einem Prozentsatz des Unternehmensgewinns engagieren und das v.a. in der eigenen Mitarbeiterschaft kommunizieren, ist das, natürlich neben der echten Motivation wirklich helfen zu wollen, ein nicht zu unterschätzender Faktor des… betrieblichen Gesundheitsmanagements!

 

Vier sinn-volle Möglichkeiten

Viele Menschen sind sehr wohl bereit, zu helfen, wenn sie die Überzeugung haben, dass das Geld, das sie zur Verfügung stellen, wirklich bei den Bedürftigen ankommt. Stellvertretend für viele andere stelle ich Ihnen hier vier Beispiele vor, mit denen ich jeweils eine gewisse Verbindung habe:

 

• World Vision
Eine Organisation, die mich seit Jahren mit ihrer Arbeit beeindruckt ist World Vision. Das Hilfswerk setzt sich für die Bekämpfung von Hunger, Elend und Not in benachteiligten Ländern ein und tut dies v.a. in der Form von Kinderpatenschaften. Dadurch besteht auch die Möglichkeit einer engen Beziehung zu den Unterstützern, was für beide Seiten eine wertvolle Erfahrung ist. Die Verbindung mit konkreten Menschen schafft auch einen besonderen Zusammenhang zwischen der eigenen Arbeit und dem dadurch verdienten Geld und dem Sinn, der durch diese Arbeit geschaffen wird.

• Kinder- und Jugendhaus Bolle in Berlin
Meine Speakerkollegin Tanja Köhler („Ich muss mal gschwind die Welt retten“) hat es sich zur Aufgabe gemacht, immer wieder Unternehmen und soziale Einrichtungen zusammenzubringen und beide Seiten von einem gemeinsamen Projekt profitieren zu lassen. Durch sie bin ich auf das Kinder- und Jugendhaus Bolle e.V. aufmerksam geworden, eine Arbeit, die sich um Straßenkinder in Berlin kümmert. Von diesen gibt es über 3000 allein in der Hauptstadt. Derzeit können die engagierten Mitarbeiter von „Bolle“ sich jeden Tag um gut 100 von ihnen kümmern und ihnen eine Perspektive bieten.

• Stadtteilbüro Köln-Flittard
Ähnlich wie in Berlin geht es im Stadtteilbüro Köln-Flittard um ein lokales Engagement. Es ist ein gemeinsames Projekt, das von der katholischen Pfarrei „St. Hubertus und St. Mariä Geburt“ und der evangelischen Brückenschlaggemeinde ins Leben gerufen wurde. Ziel ist es, die immer zahlreicher werdenden bedürftigen Menschen im nördlichsten rechtsrheinischen Stadtteil Kölns mit Rat (allgemeine Sozial- und Hartz-IV-Beratung, Schuldner-Informationen) und Tat (kostenlose Lebensmittelausgabe) zu unterstützen.

• Weihnachten im Schuhkarton
Durch diese wie ich meine großartige Idee hatten seit 1990 unzählige Menschen Päckchen für hilfsbedürftige Kinder in Osteuropa und Zentralasien gepackt. Dieses Jahr wird sich das 100millionste Päckchen auf den Weg machen und dadurch wieder einmal den Sinn deutlich machen, warum wir zur Feier des Geburtstags von Jesus von Nazareth Geschenke machen.

 

Verbindung mit der Erwerbsarbeit

Sicher gibt es noch viele, viele andere sinnvolle und unterstützenswerte Projekte. Vielleicht sind die hier aufgeführten Beispiele auch „nur“ eine Inspiration und Sie machen sich noch selbst auf die Suche nach einem hilfreichen Projekt bei Ihnen vor Ort. Halten Sie sich immer wieder vor Augen, dass solche Projekte neben engagierter ehrenamtlicher Mitarbeit schon auch den einen oder anderen Euro benötigen, um sinnvoll helfen zu können. Euros, die auch durch Arbeit verdient werden, deren Sinn sich nicht immer gleich auf den ersten Blick erschließt.
Viele sinn- und wertvolle Erfahrungen wünscht Ihnen,

Markus Frey
Stressfrey(ät)gmail.com

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2012-11-10T09:15:51+01:00 Allgemein, Burnout|0 Kommentare

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