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Don`t worry… auch ein Vierteljahrhundert nach dem großen Hit von Bobby McFerrin können immer noch die meisten Menschen diese zwei einfachen Worte trällernd mit den zwei weiteren Worten „be happy“ fortsetzen. Doch kann das wirklich funktionieren? Sozusagen auf Knopfdruck?

 

Die „Don’t worry bei happy“-Strategie funktioniert nur selten

Klar gibt es nicht gerade wenige Menschen, die immer so stark auf das Negative fokussiert sind, dass sie das Gute, das in ihrem Leben auch passiert, kaum noch sehen können. Und bei solchen, die dazu neigen, kleinere Alltagsprobleme stets zu mittleren Katastrophen aufzublasen, kann man vielleicht das „Don’t worry, be happy“-Zitat mal anbringen. Doch wenn das Kind eines Menschen krank ist, die Ehe gefährdet ist oder das Familienunternehmen vor der Insolvenz steht, dann wäre ein „Don’t worry, be happy“ mehr als nur unsensibel. Da ist es mit „Don’t worry be happy“ längst nicht getan. Im Klartext: in solchen Fällen funktioniert „Don’t worry be happy“ einfach nicht. Außerdem nimmt es die Betroffenen nicht ernst, was zusätzlich fatal wirkt.

 

Eine neue Blickrichtung ist nötig

Doch eine neue, andere Blickrichtung ist trotzdem notwendig. Denn diese ist meistens davon geprägt, dass die Betroffenen sich ausschließlich die Folgen der aktuellen Situation vor ihrem geistigen Auge ausmalen und zwar die schlimmsten, die sie sich vorstellen können. Das ist Stress pur. Und zwar eine Form des Stresses, die Sie so gar nicht brauchen können und ihnen noch den letzten Saft aus dem Leib zieht. An der Situation selbst ändern Sie  im besten(!!) Fall gar nichts. Im schlechteren Fall erhöhen Sie die Wahrscheinlichkeit einer bösen Weiterentwicklung der Situation signifikant.

Was wirklich zählt: Lösungen!
Das einzige was zählt, sind Lösungen! Das festzustellen erscheint zunächst schrecklich banal; und wenn jemand schon das eine oder andere probiert hat, auch etwas neunmalklug. Doch es ändert nichts an der Tatsache, dass alles andere als ein konsequentes Denken in Lösungen zwei praktische Folgen hat:

  • erstens, dass die Wahrscheinlichkeit einer guten Lösung sich noch deutlich weiter verschlechtert und
  • zweitens, dass sich der Stress des Betroffenen ebenso massiv erhöht und seine Gesundheit verschlechtert. Ein konsequentes Denken in Lösungen ist also nicht „nur“ erfolgsversprechender sondern vor allem auch gesünder!

 

Dwaos-Philosophie

Die Konsequenz aus dieser Erkenntnis ist die Dwaos-Philosophie. „Dwaos“ ist eine simple Abkürzung und steht für „Don’t worry, aim on solutions!“ Wie das mit Philosophien so ist, ist auch sie nicht so einfach umgesetzt, wie sie hingeschrieben ist. Vor allem unmittelbar nach einer schlechten Erfahrung ist es zuweilen eine echte Herausforderung, sich zeitnah auf die Lösung des Problems zu fokussieren. Hier können wir insbesondere von Wettkampfsportlern viel lernen. Ein gestürzter Radfahrer schaut zu, dass er so schnell wie möglich wieder auf sein Rad und ein gestürzter Skilangläufer, dass er wieder auf die Skier kommt. Schon allein die Kraft, die dadurch eingespart wird, ist es wert, diese Fokussierung möglichst schnell vorzunehmen.

 

Übung macht den Meister

Beim schnellen und konsequenten in Blick nehmen und im Blick behalten von Lösungen und Zielen ist es wie bei allem im Leben: es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Es gibt hilfreiche Techniken, insbesondere aus dem Bereich des mentalen Trainings, von denen Sie einige zum Beispiel auch in meinem Seminar „Mach den Stress zu deinem Top-Mitarbeiter“ erlernen können. Vor allem aber kommt es auf konsequentes Einüben an, bis die Dwaos-Philosophie, das konsequente, lösungsorientierte Denken, ein Automatismus geworden ist. Ein Automatismus, der, quasi nebenbei, auch Ihre Lebensqualität auf ein ganz neues Level heben wird.

Viele mutmachende Lösungen für all Ihre Herausforderungen wünscht Ihnen,

Markus Frey, Life-Coach, Köln
frey(at)stressfrey.de
+49 (0)221 6086-438