Stress am Arbeitsplatz, Stress zu Hause, Stress in der Freizeit. Entspannung Fehlanzeige, eine gesunde Lebensenergie, um damit umzugehen auch. Und dann tendieren sehr viele Menschen auch noch dazu, mit ihren Gedanken die Situation noch zu verstärken, wo doch Stressentschärfung angesagt wäre.

 

Stressverschärfer „Ich muss perfekt sein“

In der Welt, in der ich mich hauptsächlich bewege, der Welt der Wirtschaft, ist das wohl der Stressverschärfer Nr. 1. In einer sehr absoluten Weise wird der Wunsch nach unvergleichlicher Leistung und entsprechendem Erfolg formuliert. Weder eigene Fehler noch Fehler von Dritten werden akzeptiert. Die Vorstellung selbst Fehler zu machen, ist mit einer ausgeprägten Angst verbunden.

 

Stressverschärfer „Nimm dich in Acht“

Sicherheit und Kontrolle werden hier zu einer überhöhten Maxime. Alles Neue, jede Veränderung löst daher eine übergroße Angst aus und Betroffenen „malen“ sich jeweils die schlimmstvorstellbaren Folgen vor Augen, wenn etwas nicht mehr so ist, wie es mal war. Angst vor Kontrollverlust und Fehlentscheidungen sowie die Scheu vor Risiken lassen den Stresspegel massiv ansteigen.

 

Stressverschärfer „Ich kann das nicht!“

Der Wunsch bequem in der eigenen Komfortzone zu verbleiben ist hier die alles beherrschende Maxime. „Erlernte Hilflosigkeit“ verbunden mit einer äußerst geringen Frustrationstoleranz und eine ausgeprägte Angst vor unangenehmen Gefühlen sind hier ebenso deutliche Kennzeichen wie die Tendenz zur Vermeidung von jeglichen Anstrengungen.

 

Stressverschärfer „Ich muss stark sein!“

Der alles beherrschende, überhöhte Wunsch besteht hier darin, ein selbstbestimmtes und möglichst unabhängiges Leben zu führen. Eine ausgeprägte Angst vor eigener Schwäche, Hilfsbedürftigkeit und Abhängigkeit von anderen ist ein deutliches Kennzeichen dieses Stressverschärfers.

 

Stressverschärfer „Ich muss beliebt sein!“

Dazugehören, Angenommen sein, Liebe sind hier die in absolutistischer Weise überhöhten Wünsche. Deutliche Kennzeichen sind eine starke Angst vor Zurückweisung und die Unfähigkeit selbst mit zurückhaltend geäußerter Kritik produktiv umzugehen.

 

Gefahr erkannt, Gefahr gebannt

Die meisten Menschen tragen einen oder mehrere dieser Stressverschärfer in mehr oder weniger starker Ausprägung in sich. Doch wer erkannt hat, wo er zu einem stressverschärfenden Denkmuster neigt, der kann gegensteuern und auch neue Denkmuster erlernen.

Markus Frey, Life-Coach, Köln
info(ät)stressfrey.de

PS Weitere wirkungsvolle Tipps, wie Sie Ihre persönlichen Stressverschärfer erkennen und verändern, erhalten Sie in meinem Buch "Den Stress im Griff" auf den Seiten 87-92. Darüber hinaus erhalten Sie viele weitere Tipps, die es Ihnen erlauben, mit neuer Souveränität Ihren Alltagsstress zu meistern.