Warum Ziele-Stress den Stress reduziert

Warum Ziele-Stress den Stress reduziert

„Ich habe bei der Arbeit schon genug Stress“ ist die häufige Antwort, wenn ich einen Gesprächspartner nach persönlichen Zielen frage. Doch die Verbindung von Zielorientierung mit Stress ist nur zum Teil richtig; in Bezug auf die gesundheits-schädlichen Auswirkungen des Stress ist die Wirkung auf Sicht genau umgekehrt. Wer sich persönliche Ziele in verschiedenen Lebensbereichen steckt, erlebt häufiger die positiven, statt die negativen Folgen von Stress. Das hat verschiedene Gründe.

 

Ziele-Stress führt zu Resultaten

Natürlich, wenn man sich konkrete Ziele setzt und diese unbedingt erreichen will, dann führt das erstmal zu einem Anstieg des Stresshormonspiegels. Doch genau dafür hat unser Schöpfer die Stresshormone erfunden. Sie sollen uns helfen, unsere Kraft in bestimmten Situationen zu bündeln und auf ein Ziel hin auszurichten. Vorausgesetzt, es sind nicht Ziele, die a) komplett überfordern oder b) von Dritten aufgedrückt werden, kommt noch etwas sehr Wesentliches dazu: die Erfahrung, dass Ziele auch zu positiven Resultaten führen, bewirkt, dass der Zielorientierte auch regelmäßig wieder Energie zurück erhält.

 

Wichtig: Ziele in allen zentralen Lebensbereichen setzen

Dabei ist es von hoher Bedeutung, dass Sie in allen zentralen Lebensbereichen Ziele setzen, sonst ist das Risiko, dass Ihr Leben in Schieflage gerät enorm groß. Das ist zum Beispiel bei jenen Legionen von Menschen der Fall, die beruflichen Zielen alles, aber auch wirklich alles unterordnen und dann einen viel zu hohen Preis bezahlen. Einen Preis, der zum Beispiel in einer zerrütteten Ehe oder einer verlorenen Gesundheit (oft auch in beidem) bestehen.

 

Ungesünder: Stress durch Ziellosigkeit

Durch die deutlich geringere Fokussierung wirken weniger zielorientierte bzw. ziellose Menschen auf den ersten Blick oft entspannter. Doch bei genauerem Hinsehen relativiert sich dies in der Regel recht schnell. Die Ziellosigkeit bleibt nämlich keineswegs folgenlos. Sie wird z.B. häufig mit hohem Stress bei Entscheidungen aller Art bezahlt. Insbesondere, die Entscheidung „Nein“ zu sagen, fällt Ziellosen meiner Erfahrung nach erkennbar schwerer. Ohne geklärte Ziele gibt es in der Regel auch keine geklärten Prioritäten und ohne geklärte Prioritäten fehlt dann auch der Maßstab, der einem hilft, Entscheidungen zu treffen. Und Entscheidungsstress ist einer der größten Stressfaktoren überhaupt.

Markus Frey, Life-Coach, Köln
info(at)stressfrey.de

 

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2017-07-30T03:45:44+00:00 Januar 21st, 2016|Allgemein, Gesund im Stress|0 Kommentare

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